zehabspreizer.de
Die Gestalten der Sage, soweit sie verbürgt sind
Ein Menschenschlag aus dem hinteren Tal
Bauern von steilen Höfen, denen über die Geschlechter die Gabe zuwuchs, den großen Zeh abzuspreizen wie unsereins den Daumen. Damit erklimmen sie jeden Baum — und je älter der TalAffe, desto mächtiger der Zeh, desto dicker der Stamm. Am Tage sind sie Mechaniker, des Abends Bauern, und keines von beiden ist gelogen. Sie sind nicht viele Worte gewohnt, und die wenigen nuscheln sie.
Werkstatt-Meister · kein TalAffe, aber ihr Entdecker
Ein Bär von einem Mann. Wenn er etwas sagte, wurde es gemacht, und wenn er nichts sagte, wurde es auch gemacht, nur schneller. Sein Arm, dick wie andernorts ein Oberschenkel, fuhr in Radioschächte, in die er nach allen Gesetzen der Vernunft nicht hineinpasste — die Gesetze der Vernunft haben sich ihm mit der Zeit angepasst. Er erkannte die TalAffen als Erster und ersann für sie den Gruß, der dieser Seite den Namen gibt. Sein meistgesprochenes Wort ist überliefert: „Geh weg, Stift."
Lehrbub von auswärts · der Überlieferer
Schmal wie ein Zollstock und mit guter Kinderstube: Als der Meister nieste und die ganze Werkstatt vorsichtshalber schwieg, brummte er halblaut „Gesundheit" — und hatte damit einen Stein im Brett, der bis heute nicht herausgefallen ist. Durch seine Augen wurde alles beobachtet, was auf diesen Seiten steht. Er ist kein TalAffe. Er hat es auch nie behauptet.
TalAffe · Mann fürs Blech
Klopft Bleche mit der bloßen Hand glatt, während die andere den Kaffeebecher hält. Über sein Handwerk ist wenig überliefert, weil er beim Arbeiten nicht spricht, und über sein Sprechen ist wenig überliefert, weil er dabei nuschelt.
TalAffe · Urheber der Güngül-Begebenheit
Rief eines Tages ein einziges Wort durch die Halle — „Güngül!" — und wurde verstanden, wenn auch nur von einem. Seither gilt im Tal als bewiesen, dass die Talsprache vollständig ist: Sie enthält alle Wörter, die ein TalAffe braucht, und kein einziges, das ein Fremder versteht.